L e b e n s u m w e g e  -  E r f u r t

Die Selbsthilfegruppe für an Depressionen erkrankte Menschen und ihre Angehörigen

Auf dieser Seite erfahren Sie in einigen Eckdaten, wie unsere Depressionsselbsthilfegruppe "Lebensumwege-Erfurt" entstanden ist, wie sie sich weiterentwickelt hat und welche Absichten, Zielen und Inhalte wir innerhalb unserer Selbsthilfearbeit verfolgen.

Entstehung unserer Selbsthilfearbeit

In der Gründungsversammlung am 19. Januar 2008 beschlossen Katrin, Hans-Christoph, und ich* – alle Betroffene mit dieser Erkrankung in der Erkenntnis, das es bisher nichts ähnliches gibt – eine Selbsthilfegruppe für an Depressionen erkrankte Menschen und ihre Angehörigen zu gründen.

Hans-Christoph wurde als Gruppenleiter, ich als sein Vertreter und Katrin als Finanzverwalterin festgelegt. So begann der Start der Selbsthilfegruppe - damals noch mit dem Namen:  "Seelenaufgang"

Dem wachsenden Zulauf Rechnung tragend, mussten wir Möglichkeiten etablieren, gemeinnützig anerkannt und spendenwürdig zu werden, Spendenquittungen auszustellen und natürlich den Status an Mitgliedern und Mitgliedsbeiträgen rechtskonform  verwalten zu können.

Daraus begründete sich die Entstehung des Vereins, der aber - aufgrund eventueller Assoziationen zu religiösen Tätigkeiten von "Seelenaufgang" in "Lebensumwege" umbenannt wurde.

Der Vereinssitz wurde in Sömmerda gegründet und mit Hilfe und Unterstützung der Regionalgemeinde in deren Räumen eine kostenfreie Möglichkeit gefunden, unsere wöchentlichen Vereinstreffen/Gesprächsabende abzuhalten, was zum 1. Mal am 21.01.2008 geschah. Weiterhin entstand eine Internetpräsenz, in der "Lebensumwege e.V." über sich informierte.

Alsbald fragten auch Interessenten aus anderen Städten nach, die unsere Homepage im Netz gefunden hatten, ob wir auch weitere Niederlassungen in ihren Städten unterhalten.

Dem Interesse, Bedarf und der absoluten Notwendigkeit geschuldet, forcierten wir den Aufbau von Niederlassungen auch anderen Städten.

*Olaf

So kam es am:

  • 02.01.2010 zur Gründung der Niederlassung am Standort in Weimar, für den Anne die Verantwortung als Niederlassungsleiterin übernahm
  • 18.05.2010 zur Gründung einer weiteren Niederlassung, diesmal am Standort Apolda, dessen Leitung Beate übernahm
  • 11.08.2010 nahm eine Niederlassung in Erfurt ihre Arbeit auf, die vom Family- Club in seine Räumlichkeiten eingeladen und freundlich aufgenommen wurde
  • 28.09.2010 eröffnete die letzte Niederlassung von "Lebensumwege e.V." in den Räumlichkeiten des Sozialen Kompetenzcentrum, wo Cornelia die Leitung übernahm.

Nach einigen Jahren erfolgreicher Vereinsarbeit und einen Vereins- Mitgliederstatus von 100 Personen, ergänzten wir den Vereinsnamen "Lebensumwege e.V. um die Beschreibung: "Psychosoziale Selbsthilfe Thüringen" und leisteten eine erfolgreiche Selbsthilfearbeit, in der es einigen Mitgliedern sogar gelang, ihre Erkrankung soweit in den Griff zu bekommen, das sie wieder in den 1. Arbeitsmarkt zurückkehren konnten.
Andere stabilisierten sich und konnten so weitere/erneute Klinikaufenthalte vermeiden und fanden zurück in ein wieder lebenswertes und selbstbestimmtes Leben.

Da der Status als Verein auch immer wieder Kosten für dessen Erhalt verursachte und viel Geld auch immer dafür (Notar, Amtsgericht, usw.) ausgegeben werden musste, beschloss die Jahres- Vereins- Mitgliederversammlung im Dezember 2013, den Vereinsstatus aufzugeben und die einzelnen Niederlassungen in autarke, selbstständige Selbsthilfegruppen zu überführen, in denen die bisher geleistete Selbsthilfearbeit - wenn auch nun im Gruppen- und nicht mehr im Vereinsstatus - weiter läuft.

Ab 02.01.2014 nahm dann jede der ehemaligen Vereinsniederlassungen - wie auch wir in Erfurt - ihre Arbeit nun im Status einer Selbsthilfegruppe wieder neu auf.
In einer Neugründungsveranstaltung, in der wir das Weiterbestehen als Depressions- Selbsthilfegruppe allesamt bestätigten, wurde ich (Olaf Lindenlaub) als ehemaliger Niederlassungsleiter nun auch wieder als Gruppenleiter ausgewählt und bestätigt.
Außerdem entschied die Gruppe über notwendige, interne Gruppenregeln, Mitgliedsbeiträge sowie die Etablierung einer Homepage für uns als Erfurter Selbsthilfegruppe und gab sich den Gruppennamen: "Lebensumwege-Erfurt -
Die Selbsthilfegruppe für an Depressionen erkrankte Menschen und ihre Angehörigen".


Absichten und Ziele unserer Selbsthilfearbeit

Natürlich sind wir in unserer Arbeit zuerst für die Menschen da, die nach fachärztlicher Diagnose mit einer Erkrankung an Depressionen konfrontiert werden.

Doch oft sind es auch Betroffene oder Angehörige, die mit dieser Problematik völlig überfordert und in keinster Weise handlungsfähig sind.

Ihnen geben wir Hilfestellung bei der Einordnung und dem Verständnis ihrer - bzw. der Betroffenheit ihres angehörigen.

Wir erklären hochkomplexe medizinisch-psychologische-organische Zusammenhänge einfach und laienhaft verständlich und geben der Erkrankung "Depressionen" somit ein klares Bild und eine greifbare Dimension.

Damit schaffen wir die Basis dafür, das diese Menschen eine erste Orientierung finden und daraus befähigt werden, erste, notwendige Schritte überhaupt gehen zu können

Da diese Konfrontation mit der Erkrankung an Depressionen nicht nur den Betroffenen selbst, sondern immer auch das nähere Umfeld - Partner, Kinder, Eltern, Freunde, Kollegen - mit betrifft, besteht unser erklärtes Ziel immer wieder darin, auch für diese Angehörigen Anlaufstelle und Ansprechpartner zu sein.

Per Telefonat  können Betroffene, deren Angehörige, aber auch anderweitig Interessierte Personen einen 1. Kontakt zu uns aufnehmen und mit mir als Gesprächsgruppenleiter in einem vertraulichem Vorgespräch sowohl von ihrer Problematik erzählen, als auch alles zu unserer Selbsthilfearbeit erfragen, was sie interessiert.

Dabei widme ich mich sehr einfühlsam und verständnisvoll jedem Anrufer, bemühe mich, ihn aus seiner individuellen Situation "abzuholen", ihm Mut zu machen und stelle ihm mögliche Schritte für einen Weg zurück in ein glückliches, dann auch wieder selbstbestimmtes, lebenswertes Leben vor und zeige auf, wie wir als Depressionsselbsthilfegruppe "Lebensumwege-Erfurt" dabei unterstützen und begleiten können.

Allerdings können und werden wir nur "Lebensabschnittspartner" bleiben, denn wir wollen keine Abhängigkeiten, sondern eine wieder neue Selbstständigkeit und Sicherheit mit dem Betroffenen und dessen Angehörigen etablieren, in der vielleicht sogar der Besuch der Gruppe irgendwann nicht mehr nötig sein kann, aber dessen ungeachtet jederzeit wieder möglich wäre.


Inhalte unserer Selbsthilfearbeit

Die Strategien unserer Arbeit sind breit gefächert.

Zuerst einmal möchten wir Neuankömmlingen - die nach Klinik- und/oder Reha- Aufenthalten, aber auch nach beendeten Psychotherapien zu uns kommen - begreiflich machen, dass sie mit ihrer Erkrankung keine "Exoten" sind und sie bei uns nicht - wie das sonst sooft in unserer Gesellschaft der Fall ist, diskriminiert, stigmatisiert, ausgegrenzt und mit Ablehnung und Unverständnis behandelt werden.

In unserer Gruppe erlebt Jeder s/eine Begegnung auf Augenhöhe, in der er sich weder erklären noch in irgendeiner Form rechtfertigen muss, da alle Anwesenden IHRE/SEINE Problematik innerhalb der erhaltenen Diagnose nur allzu gut verstehen und nachvollziehen können.

Hier kann JEDE/JEDER* erst einmal innerhalb der Gruppendynamik auftanken und zur Ruhe kommen, erfahrungskompetente Gesprächspartner in den Gruppenmitgliedern finden und sich über die 4 angebotenen "Schnupperstunden" langsam und ohne jeglichen Druck klar werden, ob SIE/ER mit dem 5. Besuch auch Mitglied in unsere Gruppe werden will.

*Bitte begreifen und respektieren Sie, das sich Befangenheiten, Irritationen und Blockaden ergeben, wenn die/der Betroffene mit Angehörigen gemeinsam in unsere Gruppe kommen will.
Dies hat sich in jahrelang gesammelten Selbsthilfeerfahrungen als kontraproduktiv bestätigt und wird deshalb bei uns so nicht möglich sein!
In so einem Fall wird selbstverständlich dem Betroffenen der Vorzug gegeben, aber der Angehörige keinesfalls "allein im Regen" stehen gelassen.
Ausgenommen davon sind - wenn gewünscht und im Vorfeld auch so mit allen Beteiligten vereinbart - persönliche Vorgespräche, in denen auch durchaus ein Gespräch unter "6 Augen" denkbar, hilfreich und angezeigt sein kann.

Seien Sie als Betroffener mit einer Erkrankung an Depressionen - oder auch als Angehöriger eines Betroffenen -

Herzlich willkommen!


Schlussbemerkung:

Abschließend möchten ich bemerken, das ich meine Arbeit als Gesprächsgruppenleiter zu 100% ehrenamtlich verrichte und die Gruppe mich in der Wahrnehmung meiner Aufgabe so umfassend unterstützt, das ich durch diese Unterstützung überhaupt erst zu dieser Arbeit fähig bin.

Wir sind ein Team, eine Familie und zusammen stark genug, mit der Last dieser Erkrankung klarzukommen und anderen Betroffenen und ihren Angehörigen ihren Weg aufzuzeigen, den wir im Miteinander gefunden haben, aber auch immer wieder mal neu bzw. darauf zurück finden müssen.


Spendenaufruf:

Zur Gestaltung unseres vielfältigen Gruppenlebens ist eine finanzielle Unterstützung durch Spenden unerlässlich und ein wertvoller Helfer zur Umsetzung von Themenabenden.
im Folgenden möchten wir Ihnen - Beispielgebend - von einer ganz besonderen Geldspende berichten.

Lassen auch Sie sich motivieren, die Selbsthilfearbeit von
"Lebensumwege-Erfurt" mit einer/Ihrer Spende zu unterstützen.
Sie leisten damit einen wertvollen Beitrag für all diejenigen, die als Betroffener mit einer Erkrankung an Depressionen - oder als deren Angehöriger - Hilfe suchend zu uns kommmen.

Wir sind allzu oft die erste Anlaufstelle in der völlig chaotischen Situation nach dem Erhalt der Diagnose: "Sie leiden unter Depressionen".
Wir nehmen sie bei uns auf, integrieren Sie in eine Gruppe ebenfalls Betroffener und stehen Ihnen - und Ihren Angehörigen - mit all unserem Wissen beratend, unterstützend und begleitend zur Seite.

Presseartikel:

Eine ganz besondere Geldspende


Die Selbsthilfearbeit von Lebensumweg-Erfurt erfuhr am 22. Juli 2014 eine ganz besondere Wertschätzung, als zwei Mitglieder unserer Selbsthilfegruppe einer Einladung der GeAT AG folgend, nach Jena fuhren und dort im Rahmen eines Firmenmeetings im Jenaer "Scala- Hotel" - im Jentower - eine Spende von 780,- € überreicht bekamen.

Herrn Meyer - Vorstandssprecher und Inhaber der GeAT AG - ist diese Spende ein besonderes Anliegen, denn neben seinem großen Engagement für Kinder, Soziales, Kultur und Sport unterstützt er immer wieder regionale Projekte, die sich den Problemen der Zeit stellen und diese beherzt anpacken.

Wir möchten uns hiermit nochmals ausdrücklich für diese Spende bedanken und Herrn Meyer viel Kraft für sein weiteres soziales Engagement wünschen.

Lesen Sie mit Klick auf das nebenstehende Artikelbild den gesamten Text der Pressemitteilung und erfahren Sie mehr über das besondere, soziale Engagement der GeAT AG.



Helfen und unterstützen auch Sie die Arbeit der SHG Lebensumwege-Erfurt mit Ihrer Spende. Unsere Bankverbindung lautet:     -►

Bitte verwenden Sie genau den angegebenen Verwendungszweck, damit Ihre Spende richtig zugeordnet werden kann.

Auf Wunsch wird Ihnen gerne auch eine Spendenquittung ausgestellt. Bitte kontaktieren Sie uns dazu mit Angabe Ihrer Adressdaten, wie unter: Impressum + Kontakt angegeben.


Kontoinhaber:   Deutscher Familienverband
IBAN:              DE39 8205 1000 0130 1314 31
BIC:                   HELADEF1WEM
Verw.- Zweck:  DVF /SHG-Lebensumwege-
                      Erfurt - Spende



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