L e b e n s u m w e g e  -  E r f u r t

Die Selbsthilfegruppe für an Depressionen erkrankte Menschen und ihre Angehörigen

Zahlen und Fakten im Zusammenhang mit der Erkrankung an Depressionen...

... die wir extra für Sie zusammengestellt haben, weil sie deutliche Warnsignale aussenden, die aber leider seitens der Gesellschaft immer noch nicht richtig verstanden, nicht ernst genug genommen oder teilweise sogar ignoriert werden.

Sehen Sie im Folgenden selbst, was die Zahlen und Fakten aussagen:

  • Mehr als 5.000.000 Deutsche erkranken jährlich an Depressionen.
  • Die Krankheit wird jedoch oftmals falsch beurteilt, wie eine neue Studie der Stiftung Deutsche Depressionshilfe zeigt.


  • Depressionen sind inzwischen zu einer "Volkskrankheit"* geworden - hier eine Übersicht zu Volkskrankheiten
  • Jährlich sind 30% der Erwachsenen von einer psychischen Erkrankung betroffen
  • Täglich nehmen sich durchschnittlich 28 Menschen das Leben
  • lt. einer neuen Studie liegt ein große Problem auch an der Wahrnehmung der Erkrankung
  • und an mangelnden Wissen
  • Ursachen liegen vor allem in beruflichen, aber auch gesellschaftlichen "Zwängen", d.h. z.B.: immer einsatzfähig, ständig und überall erreichbar
  • und auch im Leben auf der "Überholspur" (höher, schneller, weiter, besser, erfolgreicher)
  • beruflich liegen die Ursachen in der immer komplexere werdenden Arbeit, die auf immer weniger Schultern verteilt wird, in Arbeitsversdichtung und Digitalisierung
  • private / persönliche Ursachen sind Schicksalsschläge, wie z.B. Arbeitslosigkeit, Zebruch einer Beziehung / Partnerschaft / Freundschaft, schwere Erkrankungen und Suchtproblematiken, der Verlust eines nahestehenden Menschen oder eines geliebten Tieres

Leider ...

gibt es im Umfeld der Betroffenen - sowie überhaupt in unserer Gesellschaft - immer noch immense Vorurteile, die sich auf unhaltbaren Halbwissen, Gerüchten, den "Voklsmund" und anderweitigen Unsinn gründen. So wird z.B. behauptet:

  • das eine "falsche Lebensführung" ursächlich wäre
  • das Betroffene "Charakterschwach" wären
  • oder das sie sich einfach nur "zusammenreisen" und "sich nicht so haben" sollen


Die Betrofffenen selbst sehen oft folgende Gründe für Ihren Zusammenbruch:

  • vor allen werden berufliche Gründe für ihren Zusammenbruch genannt
  • auch das "sich allein gelassen fühlen", zum "Einzelkämpfer" gezwungen zu werden
  • mangelnde Möglichkeiten des Austausches durch schlechte, wenig oder nicht tragfähige Beziehungskonstellationen
  • mangelnde Möglichkeiten zum "Ausstieg" ohne die Sorge um finanzielle-, persönliche-, soziale-, berufliche-, menschliche- und Beziehungs- Konsequenzen
  • Überforderung aus dem, "was man noch tun-" und "was man noch schaffen sollte"

Laut der o. g. Studie sind die effektivsten Methoden zum Umganges mit Depressionen:

  • Therapie
  • Bewegung
  • aber auch Medikamente helfen
  • Das man sich darauf einlässt ist mit Abstand das Wichtigste.
  • Das man sagt „Okay, ich bin krank! Irgend jemand muss mir helfen“!
  • ein Wechsel im Job und eine intensive Therapie können u. a. auch den Lebensmut zurückgeben


Anmerkung und Ergänzung von mir als Webmaster und Selbsthilfe- und Gesprächsgruppenleiter**:

  • der Kontakt mit "Gleichbetroffenen" in einer Selbsthilfegruppe, ein vertrauliches Erstgespräch und in Folge deren Besuch sind oft die einzig verfügbare und damit "1 Hilfe" für Betroffenen und Angehörige
  • Oft stellt der Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe den "ersten Lichtblick" - dar
  • leider oft den einzige zeitnah mögliche Ausweg ist, mit der Erkrankung klarkommen zu können und sich nicht davon überwältigen zu lassen)

*Als Volkskrankheiten bewertet werden nichtepidemische Krankheiten, die aufgrund ihrer Verbreitung und ihrer wirtschaftlichen Auswirkungen (Behandlungskosten, Anspruch auf Lohnausgleich bei Arbeitsunfähigkeit, Frühberentung) sozial ins Gewicht fallen...

**Laut 2006 erhaltener Diagnose bin ich Selbstbetroffener mit einer Erkrankung an Depressionen. seit 2008 bin ich in der Depressionsselbsthilfe als Gesprächsgruppenleiter und Ansprechpartner für Betroffene und /oder Angehörige tätig.



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